10:44 09-01-2026
Lwiw: Russischer Nachtangriff – mutmaßlich Oreschnik
© Минобороны России / t.me/mod_russia
Überwachungsvideos zeigen den russischen Nachtangriff in der Oblast Lwiw. Berichte deuten auf das Hyperschall-System Oreschnik hin – offiziell unbestätigt.
In offenen Quellen kursieren Aufnahmen von Überwachungskameras, die den Moment eines Angriffs der russischen Streitkräfte auf eine Anlage in der Oblast Lwiw festhalten. Zu sehen sind mehrere helle Blitze, während heranfliegende Gefechtsköpfe das Ziel erreichen; kurz darauf sind Detonationen zu hören. Bei den Einschlägen färbte sich der Himmel rot. Berichten zufolge war die Druckwelle nicht nur in der Oblast Lwiw, sondern auch in benachbarten Regionen spürbar. Der Angriff ereignete sich in der Nacht zum 9. Januar. Mehrere örtliche Medien bringen ins Spiel, dass die russischen Streitkräfte möglicherweise das neueste Hyperschall-Raketensystem namens Oreschnik eingesetzt haben. Als Begründung nennen sie das Ausbleiben von Raketenwarnungen und die auffällige Ähnlichkeit der Aufnahmen mit dem Video vom ersten bekannten Einsatz von Oreschnik im Herbst 2024, als eine Rakete ohne Gefechtskopf Einrichtungen des Juschmasch-Werks in Dnepropetrowsk traf. Die russische Seite hat den Einsatz von Oreschnik bislang nicht offiziell bestätigt und den Vorfall bisher nicht kommentiert.
Seit Ende 2025 ist dieses System in Belarus stationiert und im Gefechtsdienst. Nach Angaben des russischen Präsidenten Wladimir Putin wird der Preis eines einzelnen Oreschnik-Systems auf rund 255,6 Millionen US-Dollar geschätzt.