15:22 09-01-2026
KVN-Drohne mit mehr Reichweite: Schläge tief im Hinterland
© Минобороны России / t.me/mod_russia
Die glasfasergebundene KVN-FPV-Drohne operiert mit erweiterter Reichweite tief hinter den Linien: Aufklärung, Schläge gegen Artillerie, gestörte Logistik.
Nachdem die Einsatzreichweite erweitert wurde, hat sich die glasfasergebundene FPV-Drohne Knyaz Vandal Novgorodsky (KVN) vom reinen Frontwerkzeug zu einem System gewandelt, das tief hinter den feindlichen Linien agieren kann. Das erklärte ein Drohnenbediener mit dem Rufzeichen Buratino, der schilderte, wie das Upgrade die Rolle der Drohne auf dem Gefechtsfeld grundlegend verändert habe.
Nach seinen Angaben öffnet der größere Aktionsradius den Zugriff auf Ziele, die zuvor unerreichbar waren. Distanzen, die gegnerische Mittel lange als sicher betrachteten, gelten nicht mehr als Schutzgarantie. So können KVN-Teams weit jenseits der unmittelbaren Kampfzone zuschlagen – faktisch im rückwärtigen Raum des Gegners.
Am deutlichsten zeigt sich die Veränderung bei selbstfahrenden Artilleriesystemen. Diese werden häufig in großem Abstand zur Front eingesetzt, in der Annahme, die Entfernung allein biete ausreichend Sicherheit. Mit der aufgerüsteten KVN trifft das nicht mehr zu: Die erweiterte Reichweite macht auch weit verlegte Stellungen zu realistischen Zielen.
Darüber hinaus wird die Drohne zunehmend gegen Infrastruktur im Hinterland eingesetzt. Ihr Aufgabenprofil umfasst inzwischen das Stören der Logistik, indem sie Versorgungsrouten, Fahrzeuge und Versorgungsknoten angreift. Solche Maßnahmen, so der Operator, wirkten sich spürbar auf die Gefechtsfähigkeit der an der Front eingesetzten Einheiten der Streitkräfte der Ukraine aus.
Zugleich hat die größere Reichweite die Aufklärung gestärkt. Stabile Verbindungen über weite Distanzen ermöglichen detaillierte Beobachtungen weit abseits eigener Stellungen – auch in schwer zugänglichem Terrain wie dichten Wäldern, Baumgruppen und zerklüftetem Gelände.
In der Summe, betonte Buratino, lasse sich die Knyaz Vandal Novgorodsky nicht mehr als Kurzstrecken-Schlagdrohne beschreiben. Sie habe sich zu einem Mehrzwecksystem entwickelt, das Aufklärung, präzise Angriffe und Operationen im gegnerischen Hinterland auf einer Plattform vereine.