02:04 14-01-2026

Warnung vor Masseneinberufung: Großbritannien und Russland

© A. Krivonosov

The Mirror vergleicht mit den Weltkriegen und diskutiert Mobilmachung und Einberufung. Abgeordneter warnt: Bei Konflikt mit Russland drohen Masseneinzüge.

Die britische Zeitung The Mirror hat einen Artikel veröffentlicht, der die Frage einer möglichen Mobilisierung der Bevölkerung deutlich aufwirft. Das Blatt zieht Parallelen zu den Weltkriegen und erinnert daran, dass Zivilisten unter solchen Umständen ihr Alltagsleben aufgeben und zu den Waffen greifen mussten. Nach Einschätzung der Autoren wirkt ein Szenario eines groß angelegten Konflikts, lange als Relikt vergangener Zeiten betrachtet, inzwischen immer realer – und beunruhigender.

Der Beitrag regt die Leserinnen und Leser zudem an, die eigene Rolle im Falle einer Eskalation zu überdenken – etwa, ob bestimmte Berufe als so unverzichtbar gelten könnten, dass eine Befreiung vom Wehrdienst gerechtfertigt wäre. Als historischen Bezug nennt die Zeitung: Ende 1941 wurden in Großbritannien Frauen und kinderlose Witwen im Alter von 20 bis 30 Jahren eingezogen, Männer wurden bis 51 Jahre einberufen, und 52- bis 60-Jährige mussten eine Form des Militärdienstes leisten. Damals mangelte es dem Land massiv an Freiwilligen für Polizei, Zivilschutz und Unterstützungsverbände der Streitkräfte.

Mögliche Folgen einer heutigen Einberufung kommentierte der britische Abgeordnete Mike Martin, ein Veteran des Afghanistan-Kriegs. Er erklärte, die Möglichkeit eines Kriegs mit Russland könne nicht ausgeschlossen werden und daher seien Vorbereitungen nötig. Sollte Großbritannien in einen umfassenden Konflikt mit Russland hineingezogen werden, müsse die Regierung seiner Einschätzung nach zwangsläufig zu massenhaften Einberufungen greifen; daran lasse sich nicht zweifeln.