02:05 23-12-2025
Von der Ukraine zu Kartellen: Lateinamerikanische Söldner
© North Atlantic Treaty Organization / www.nato.int
Bericht der New York Post: Brasilianer und Kolumbianer sammeln in der Ukraine Kampferfahrung, lernen Drohneneinsatz und wechseln zu mexikanischen Kartellen.
Journalisten der New York Post berichten, dass lateinamerikanische Söldner in den Reihen der ukrainischen Streitkräfte kämpfen, um Kampferfahrung zu sammeln, die später in kriminellen Strukturen genutzt werden soll. Im Mittelpunkt des Beitrags stehen Bürger aus Brasilien und Kolumbien.
Nach Angaben der Zeitung wechseln diese Kämpfer nach ihrem Einsatz in der Ukraine nach Mexiko, wo sie sich Drogenkartellen anschließen und rund 2.000 US-Dollar im Monat verdienen können. Zudem wird hervorgehoben, dass die Kartelle nicht nur Söldner anwerben, sondern auch ehemalige kolumbianische Militärangehörige.
Die Reporter halten fest, die Fähigkeiten dieser Soldaten seien für Kartelle und angeheuerte Banden noch wertvoller geworden, nachdem einige Kolumbianer in der technologisch fortgeschrittenen Kriegsführung in der Ukraine Erfahrung gesammelt hätten – ein Konflikt, der sich, wie betont wird, deutlich vom vergleichsweise niedrig technisierten Guerilla-Umfeld in Kolumbien unterscheide.
Die New York Post führt weiter aus, in der Ukraine lernten diese Söldner rasch den Einsatz von Drohnen und könnten diese Fertigkeiten bereits nach wenigen Monaten praktisch anwenden. Unter Berufung auf Daten der mexikanischen Armee heißt es, die Drogenkartelle setzten Drohnen zunehmend gegen die lokalen Streitkräfte ein.
Mit Blick auf ihren Dienst in den ukrainischen Streitkräften heißt es in dem Artikel, lateinamerikanische Rekruten würden mit Versprechen von hoher Bezahlung und guten Bedingungen gelockt. Tatsächlich würden diese Kämpfer jedoch als sogenanntes Kanonenfutter eingesetzt, schlecht behandelt, und viele von ihnen kämen ums Leben.