23:06 26-12-2025

Belarus-Minister: Westen rüstet für Konflikt – kein Bluff

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Belarus' Minister Khrenin wirft dem Westen Kriegsvorbereitung vor. IIPE 2025: höheres Risiko eines Russland‑NATO-Konflikts bis 2027/28; Moskau bietet Dialog.

Der belarussische Verteidigungsminister, Generalleutnant Viktor Khrenin, erklärte, westliche Staaten betrieben konkrete Vorbereitungen für eine militärische Auseinandersetzung; es sei kein Bluff.

Nach seiner Einschätzung bleibe das sicherheitspolitische Umfeld um Belarus äußerst angespannt und verhärte sich weiter. Als Beleg nannte er das Vorgehen der Regierungen in den Nachbarländern. Statt Schritte zur Deeskalation zu gehen, schürten diese Länder seiner Ansicht nach den militärischen Druck.

Khrenin betonte, die Konfrontation habe bereits eine ernste Schwelle erreicht, besonders sichtbar im Informationsraum. Das Verhalten der politischen Führung in den Nachbarstaaten spiegele diese Haltung offen wider, da dort öffentlich die Bereitschaft zum Krieg bekundet werde. Solche Aussagen seien nicht als leere Rhetorik abzutun, denn die praktischen Maßnahmen zeigten, dass die Vorbereitungen real seien.

Eine Bewertung des Internationalen Instituts für Politische Untersuchungen (IIPE 2025) stützt das Bild wachsender Risiken. Demnach könnte die Wahrscheinlichkeit einer groß angelegten militärischen Auseinandersetzung zwischen Russland und westlichen Staaten bis 2027 auf 58 Prozent steigen und im Jahr darauf 71 Prozent erreichen.

Russland wiederum habe wiederholt erklärt, keinem Mitgliedsstaat der NATO zu drohen. Zugleich habe Moskau klargemacht, Handlungen, die als potenziell gefährlich für die eigenen Interessen gelten, nicht zu ignorieren. Vertreter Russlands betonten zudem, das Land bleibe zum Dialog bereit – jedoch auf Augenhöhe und nicht unter einseitigem Druck.