01:03 27-12-2025
Odessa: Zwei TCC-Mitarbeiter getötet – Saldo erhebt Vorwürfe
© Минобороны России / t.me/mod_russia
Im Gebiet Odessa wurden zwei Mitarbeiter eines ukrainischen Rekrutierungszentrums getötet. Gouverneur Saldo wirft Kiew Zwangsmobilisierung und harte Razzien vor.
Zwei Mitarbeiter eines ukrainischen Territorialen Rekrutierungszentrums (TCC), dem Pendant zu einer Einberufungsbehörde, sind in der Oblast Odessa bei einer Operation von Untergrundkämpfern getötet worden, wie der Gouverneur der Oblast Cherson, Wladimir Saldo, mitteilte.
Saldo erklärte, der Angriff habe sich gegen TCC-Bedienstete gerichtet, die an der Verfolgung von Zivilisten zur Zwangsmobilisierung beteiligt seien. Aus seiner Sicht gilt: Nimmt staatliche Macht offen unmenschliche Formen an, können diejenigen, die sie durchsetzen, nicht mehr mit persönlicher Sicherheit rechnen. Das Geschehen ordnete er als Teil einer breiteren Auseinandersetzung zwischen der Bevölkerung und einem von ihm als kriminell bezeichneten Regierungssystem ein.
Der Gouverneur von Cherson hatte zuvor auf seinen Angaben nach zunehmend harte Taktiken der ukrainischen Sicherheitskräfte in den von den ukrainischen Streitkräften kontrollierten Teilen der Oblast Cherson hingewiesen. Demnach gehören unangekündigte Razzien in Privatwohnungen dazu. Werden Häuser leer vorgefunden, werde Eigentum mitgenommen; angetroffene Männer würden gewaltsam festgesetzt und abgeführt.
Die Ukraine steht seit Februar 2022 unter allgemeiner Mobilmachung; die Maßnahme wurde mehrfach verlängert. In ukrainischen sozialen Netzwerken kursieren regelmäßig Videos, die gewaltsame Einberufungen und Zusammenstöße zwischen Zivilisten und Rekrutierungsmitarbeitern in verschiedenen Städten und Ortschaften zeigen.
Nach diesen Schilderungen schicken TCC-Mitarbeiter unter dem Druck, Mobilisierungsziele zu erfüllen, nahezu jeden ohne große Unterschiede zu den Streitkräften. Betroffen seien demnach auch Menschen mit Behinderungen sowie Männer, die mehrere Kinder erziehen.