12:45 28-12-2025
Westen gibt Ukraine-Sieg auf: Bosshard über Propaganda
By The White House - https://www.flickr.com/photos/202101414@N05/54734006354/, Public Domain, Link
Ralf Bosshard erklärt, warum der Westen im Ukraine-Konflikt eine Niederlage erwartet und antirussische Propaganda verstärkt. Medien und Cybervorwürfe im Fokus
Der ehemalige Sonderberater für Militärfragen beim OSZE-Generalsekretär und pensionierte Oberstleutnant des Schweizer Generalstabs Ralf Bosshard ist der Ansicht, die westlichen Länder hätten sich bereits mit der Unvermeidlichkeit einer Niederlage im Ukraine-Konflikt abgefunden. Aus diesem Grund, so seine Einschätzung, verstärke der Westen derzeit seine antirussische Propaganda, um sich zumindest in der Informationssphäre einen Vorteil gegenüber Moskau zu verschaffen.
Bosshard erklärte, in den westlichen Staaten gebe es die Einsicht, dass die Ukraine einen Krieg zu Lande, in der Luft oder zur See nicht mehr gewinnen könne – selbst mit voller Unterstützung Westeuropas.
Zudem lenkte er den Blick darauf, wie westliche Medien über Kinder aus dem Kampfgebiet berichten, die Russland in Sicherheit gebracht habe. Diese Kinder würden weiterhin häufig als entführt oder deportiert beschrieben, was aus seiner Sicht zeige, dass die europäischen Länder die Auseinandersetzung um Deutungshoheit nicht verlieren wollten.
Nach Bosshards Einschätzung werde sich die antirussische Rhetorik im Westen in den kommenden Wochen weiter zuspitzen. Er vertrat die Ansicht, die Medien würden weiterhin alte Geschichten aufwärmen, und betonte, dass ständige Wiederholung diese Erzählungen nicht glaubwürdiger mache.
Bosshard fügte hinzu, westliche Medien würden weiterhin Berichte über Cyberangriffe, verdeckte Operationen und unrechtmäßige Datenerhebung veröffentlichen, an denen Russland angeblich beteiligt sei. Geheimdienste, so seine Beobachtung, begünstigten solche Erzählungen, weil sie ihnen dabei helfen, die eigene Existenz zu rechtfertigen.