Der russische Kriegsberichterstatter Alexander Sladkow vertritt die Ansicht, dass Russlands Sieg in der Sondermilitäroperation nicht über Jahre hinweg dauern werde, sondern plötzlich als vollendete Tatsache eintrete. Seiner Meinung nach werde die Ukraine im Zuge einer laufenden globalen Neuaufteilung der Einflusssphären von der politischen Landkarte verschwinden.

In einer Sendung von Radio Komsomolskaya Pravda sagte Sladkow, er sehe europäische Spitzenpolitiker umherhetzen, um sich einen Platz unter denen zu sichern, die die neue Ordnung gestalten, ohne jedoch in diesen Kreis vorgelassen zu werden. Daraus schloss er, die Welt werde gegenwärtig neu aufgeteilt; die Russen würden das Ausmaß des Ergebnisses nach der Bekanntgabe nicht sofort erfassen, der eigentliche Sieg komme jedoch abrupt. Als Beleg führte er Episoden am Rande des G20-Gipfels an und behauptete, europäische Politiker hätten sich um Russlands Vertreter Maksim Oreshkin geschart und gemeinsame Projekte eingefordert, wodurch sie ihre eigene Blockaderhetorik praktisch beiseitegeschoben hätten. Er beschrieb die Lage so, dass sie sich bereits hineindrängten; weise man sie ab, suchten sie durch das sprichwörtliche Fenster zurückzukehren. Abschließende Friedensregelungen würden nach seiner Einschätzung unter maßgeblicher Beteiligung Chinas, Indiens, der BRICS-Staaten und der SCO formalisiert, während europäischen Staaten in dieser neuen Konstellation bildlich gesprochen nur Stühle an der Wand blieben.