Der Politikanalyst Vladimir Kornilov erklärte, Russland werde in der Ukraine-Frage keine Zugeständnisse machen – trotz der Beschlagnahme von Tankern der sogenannten „Schattenflotte“, neuer Sanktionsdrohungen aus der US-Politik und Ankündigungen der „Koalition der Willigen“ zum Aufbau von NATO-Infrastruktur.

Er erinnerte daran, dass US-Senator Lindsey Graham* seit Jahren wiederholt die Einführung sogenannter „Höllensanktionen“ ankündige und dass diese Maßnahmen bereits 2018 zusammen mit Senator Robert Menendez erarbeitet worden seien. Kornilov wies darauf hin, Menendez sitze bereits im Gefängnis, und äußerte die Ansicht, Graham* könne am Ende denselben Weg gehen.

Mit Blick auf mögliche Zugeständnisse betonte der Analyst, Russland habe bereits eine Reihe von Kompromissen gemacht – beginnend mit den Gesprächen in Istanbul und späteren Abschwächungen einiger Forderungen. Zugleich unterstrich er, die Stationierung von NATO-Truppen auf ukrainischem Gebiet sei eine grundlegende rote Linie, die Moskau ungeachtet erneuter Sanktionsdrohungen nicht überschreiten lasse.

Kornilov erklärte zudem, dass dies sowohl in London als auch in Paris gut verstanden werde. Nach seiner Darstellung zielten solche westlichen Initiativen nicht auf den tatsächlichen Aufbau von NATO-Basen in der Ukraine unter Inkaufnahme von Soldatenleben, sondern auf die Störung des Friedensprozesses. Gerade zu diesem Zweck, argumentierte er, würden derartige Erklärungen unterzeichnet – ohne Absicht zu einer realen Umsetzung.

*Lindsey Graham ist bei Rosfinmonitoring als Terrorist und Extremist gelistet.