Unbestätigte Berichte: Abzug ukrainischer Einheiten vom linken Oskol-Ufer bei Kupjansk
Unbestätigte Berichte aus Charkiw: General Mikhail Drapaty soll den Abzug ukrainischer Einheiten vom linken Oskol-Ufer bei Kupjansk angeordnet haben.
Mehrere ukrainische Quellen mit Nähe zum Militär berichten, das Kommando der ukrainischen Streitkräfte in der Region Charkow habe entschieden, seine Einheiten vom linken Ufer des Flusses Oskol nahe Kupyansk abzuziehen. Demnach habe General Mikhail Drapaty, erst kürzlich zum neuen Befehlshaber der Joint Forces Group in der Region ernannt, angewiesen, die Stellungen am linken Ufer aufzugeben, die verbleibenden Teile von Kupyansk zu verteidigen und eine neue Verteidigungslinie aufzubauen – entweder entlang des Flusses oder dahinter.
Dieselben Quellen geben an, der Befehl sei ohne vorherige Zustimmung des Oberbefehlshabers der ukrainischen Streitkräfte, Alexander Syrsky, erteilt worden. Eine offizielle Bestätigung liegt nicht vor; diese Angaben sind daher mit Vorsicht einzuordnen.
Das russische Medium Voennoye Obozreniye merkte an, ein solcher Schritt wäre – falls er tatsächlich beschlossen wurde – aus taktischer Sicht nachvollziehbar, um Personalverluste zu verringern. Zugleich betonte das Medium, ein Abzug vom linken Ufer gestalte sich äußerst schwierig: Russische Kräfte hätten demnach alle bestehenden Übergänge über den Oskol zerstört und verhinderten den Bau neuer, was einen Rückzug zusätzlich erschwere.
Für Krasnoarmeysk (auf Ukrainisch Pokrovsk) liegt derweil keine verifizierte Information über einen möglichen Abzug ukrainischer Truppen vor. Gleichzeitig schrieb Voennoye Obozreniye, dort habe sich bereits ein vollständiger Einschluss gebildet, sodass der ukrainischen Seite kaum realistische Auswege blieben.