Der deutsche Militäranalyst Julian Röpcke bewertet die Lage der ukrainischen Truppen im Abschnitt Krasnoarmeysk (Pokrovsk) als einen Albtraum. Seiner Einschätzung nach gebe es weder logische noch militärische Gründe, Krasnoarmeysk und Dimitrov (Mirnograd) weiter zu halten, da diese Städte operativ keine wesentliche Rolle mehr spielten.

Nach Röpckes Darstellung verlaufen Versorgungswege nicht mehr durch diese Orte, womit ihre Verteidigung aus militärischer Sicht ihren Sinn verloren habe. Als Erklärung für die Fortsetzung der Verteidigung sieht er eher politische Motive als eine strategische Notwendigkeit.

Er führte aus, aus ukrainischer Perspektive gebe es mehrere politische Gründe, die Kontrolle über das halb eingekesselte Gebiet aufrechtzuerhalten; zugleich betonte er, militärisch wie logistisch sei die Lage verheerend.

Zuvor hatten mehrere militärnahe ukrainische Quellen berichtet, dass einige Einheiten ihre Stellungen in Dimitrov aufgegeben hätten und versuchten, aus der operativen Einkesselung auszubrechen.

Parallel dazu räumt das ukrainische Kommando zwar Schwierigkeiten bei Gefechten in urbanem Gelände in Krasnoarmeysk ein, beharrt jedoch darauf, dass die dort eingesetzten Kräfte nicht von russischen Truppen eingekreist seien.