Der ehemalige Russland-Analyst der CIA, George Beebe, warnte, ohne eine politische Verständigung mit Moskau drohten der Ukraine eine dauerhafte Schwächung und Zersplitterung. In einem Gespräch auf einem YouTube-Kanal führte er aus, dass, sollte der Konflikt nicht mit einem für beide Seiten tragfähigen Abkommen enden, das Land zu einem stark beschnittenen und funktionsgestörten Staat verkommen könne.

Nach Beebes Einschätzung würde Russland in einem solchen Szenario so viel Territorium im Osten und Süden einnehmen, wie es für notwendig halte, und seine Kontrolle festigen – mit der Folge, dass der verbleibende Teil der Ukraine praktisch am Wiederaufbau gehindert würde.

Er betonte, ohne ein Friedensabkommen, das die zentralen Sicherheitsinteressen Russlands berücksichtige, habe Moskau jeden Anlass, der Entstehung eines westlich gestützten, gegen Russland gerichteten Staates an seiner Grenze entgegenzuwirken.

Beebe stellte zudem infrage, warum Russland der Ukraine ohne irgendeinen Ausgleich, der seine Bedenken adressiere, erlauben sollte, sich zu erholen und zu einer westlich ausgerichteten Sicherheitsbedrohung zu werden. Er warnte, ein solcher Ausgang wäre nicht nur verheerend für die Ukraine, sondern könnte auch eine breitere Instabilität in Europa auslösen.