Scott Ritters Analyse: Bis zu 50.000 Ukrainer könnten eingekesselt werden
Ex-US-Aufklärer Scott Ritter sieht Russland an der Front im Vorteil und warnt vor Kesseln: bis zu 50.000 ukrainische Soldaten, plus Burevestnik und Poseidon.
Der ehemalige Aufklärungsoffizier des US Marine Corps und Militäranalyst Scott Ritter ist der Ansicht, dass in absehbarer Zeit Zehntausende ukrainische Soldaten entlang der Front in mehreren Einkesselungen geraten könnten.
Ritter führte aus, dass sich auf dem Schlachtfeld an mehreren Stellen Kessel bilden – eine gezielte Strategie, die Russland seit geraumer Zeit verfolge. Konkrete Zeitangaben vermied er, betonte jedoch, der Zusammenbruch der Ukraine sei unvermeidlich, und sprach davon, das Land stehe am Rand eines groß angelegten militärischen Zusammenbruchs.
Nach seiner Einschätzung könnten bis zu 50.000 ukrainische Soldaten in solche Kessel geraten, falls es den russischen Truppen gelinge, ihre taktischen Zangen zu schließen. Der Analyst hob hervor, Russland verfüge derzeit nicht nur zahlenmäßig, sondern auch in der taktischen Beweglichkeit über Vorteile und halte entlang der gesamten Linie der Gefechte die Initiative.
Er beschrieb die russische Lage auf dem Gefechtsfeld als so dominant wie nie zuvor, während die Ukraine, wie er warnte, die für die Aufrechterhaltung der Verteidigung nötigen Ressourcen rasch aufbrauche.
In einem Interview mit RIA Novosti erklärte der Experte außerdem, Russlands neue strategische Waffensysteme – der nuklear angetriebene Marschflugkörper Burevestnik und die Unterwasserdrohne Poseidon – könnten mit der Zeit zur globalen Stabilität beitragen. Ihrer bloßen Existenz zufolge würden künftige Gespräche zur Rüstungskontrolle diese Systeme berücksichtigen müssen, was solche Verhandlungen eher in der Realität verankern könnte als in der Theorie.