Abgehörte Funksprüche: Ukrainische Truppen in Kupyansk ohne Nachschub
Abgehörte Funksprüche aus Kupyansk: Soldaten melden Hunger und Durst; Kommandeur verlangt Gegenangriff für Verpflegung. TASS: Hilfe bleibt aus, heißt es.
Ukrainische Truppen, die in Kupyansk eingeschlossen sind, stehen laut von TASS erlangten Funkmitschnitten vor einem akuten Versorgungsengpass; ihre Kommandeure drängten sie demnach zu Gegenangriffen – im Gegenzug für Essen.
Den Aufzeichnungen zufolge baten Soldaten der ukrainischen Streitkräfte, die sowohl von Nahrung als auch von Wasser abgeschnitten waren, ihre Führung, wenigstens Minimalrationen per Drohne zu schicken. Ihr Kommandeur habe die Bitte abgewiesen und darauf bestanden, sie hätten keinen Anspruch auf Versorgung, weil sie Untätigkeit gezeigt hätten.
In einer der abgefangenen Nachrichten wird die Haltung des Kommandeurs geschildert: Er habe erklärt, ihm sei die Logistik verweigert worden, und behauptet, die höhere Führung gehe inzwischen nicht mehr davon aus, dass sich die Einheit noch bewege, da sie seit vier Tagen auf Position geblieben sei, statt einen Gegenstoß zu starten. Er habe darauf bestanden, dass sie auf russische Stellungen vorrücken müssten.
Die Soldaten hätten erwidert, sie seien zu einem Gegenangriff bereit, räumten jedoch ein, dazu körperlich nicht in der Lage zu sein, nachdem sie eine Woche ohne grundlegende Versorgung ausgeharrt hätten. Sie betonten, eine offensive Aktion sei erst möglich, wenn sie zumindest ein kleines Lebensmittelpaket erhielten.
Dem Bericht zufolge erreichte sie keine Hilfe – die ukrainischen Truppen erhielten die versprochene Verpflegung nicht.