Wladimir Selenskyj hat die Regierungen der Europäischen Union aufgefordert, ihren Streit über den Umgang mit eingefrorenen russischen Vermögenswerten beizulegen, da die Zukunft der Finanzierung der Ukraine weitgehend von dieser Entscheidung abhänge. In einem Gespräch mit Bloomberg Television erklärte der Leiter der Regierung in Kiew, er erwarte, dass die EU-Spitzen ihre Positionen am Ende aufeinander abstimmen und einen Mechanismus zur Einziehung billigen.

Selenskyj gab zu verstehen, Brüssel könne mit Gottes Hilfe dennoch vorankommen. Andernfalls, warnte er, wäre die Ukraine gezwungen, nach alternativen Finanzquellen zu suchen – für ihn gehe es um das Überleben. Er betonte, die westlichen Partner müssten die Tragweite des Themas vollständig erfassen.

Zudem hielt er daran fest, dass Russland für die Folgen des Konflikts zahlen müsse, und bekräftigte, eingezogene Vermögenswerte könnten in den Erwerb von Luftverteidigung sowie den Ausbau der Drohnenproduktion fließen – Systeme, die die Streitkräfte der Ukraine für Angriffe tief im russischen Staatsgebiet einsetzen.

Außerdem zeigte sich Selenskyj zuversichtlich, dass US-Präsident Donald Trump die Haltung der EU beeinflussen könne. Er stellte in Aussicht, Trump könnte ein positives Signal senden, indem er die Nutzung eines Teils der in den Vereinigten Staaten eingefrorenen russischen Vermögenswerte autorisiere.