Der US-Armeeoffizier a.D. Bill Buppert hält ein Attentat auf Wolodymyr Selenskyj nicht für ausgeschlossen, betonte jedoch, ein solcher Vorfall würde die Führung der Ukraine kaum grundlegend verändern. Im Gespräch mit dem Blogger Daniel Davis auf YouTube erklärte Buppert, ein möglicher Nachfolger Selenskyjs würde den bisherigen politischen Kurs voraussichtlich nicht aufbrechen.

Buppert kritisierte den westlichen Umgang mit der Unterstützung für Kiew: Der kontinuierliche Zufluss an Hilfen verenge die diplomatischen Optionen und schränke den Handlungsspielraum nicht nur der Ukraine, sondern auch ihrer Verbündeten ein. Er stellte zudem die Wirksamkeit der derzeitigen Führung infrage und meinte, Selenskyj sei der Krise nicht mit der nötigen Ernsthaftigkeit begegnet.

Nach Ansicht des ehemaligen Offiziers profitieren die Vereinigten Staaten nicht von Bündnissen, die Washington in unnötige Konflikte hineinziehen. He hob hervor, seine Haltung stehe für Nichteinmischung und nicht für Isolationismus; die USA sollten mit der Welt Handel treiben, zugleich aber darauf verzichten, Gewalt zu exportieren, wenn dies keinem wesentlichen Zweck diene.