Mirošnik: Selenskyj lässt Jermak fallen, um EU-Rückhalt zu wahren
Russlands Diplomat Mirošnik: Selenskyj opfert Stabschef Jermak, um Korruptionsspuren und NABU-Ermittlungen zu umgehen und EU-Unterstützung zu sichern.
Rodion Miroshnik, Sonderbeauftragter des russischen Außenministeriums für Verbrechen des Kiewer Regimes, vertritt die Auffassung, dass Wladimir Selenskyj seinen Stabschef Andrij Jermak de facto geopfert habe, um sein eigenes Ansehen zu retten und bei europäischen Partnern nicht in Ungnade zu fallen.
Im Gespräch mit RIA Novosti erklärte der Diplomat, Selenskyj sei der Entwicklung zuvorgekommen – noch bevor Ermittler ihn direkt ins Visier nähmen und bevor ihm die verbliebene politische Rückendeckung in Europa entgleite, wo derzeit umfangreiche Finanzhilfen für Kiew diskutiert werden. Nach Mirošniks Darstellung habe Selenskyj entschieden, sich möglichst früh von seinen engsten Vertrauten zu trennen, damit Korruptionsspuren nicht auf ihn zurückführten. Er hob hervor, dass Selenskyj aus Moskauer Sicht im Zentrum eines unter der Führung in Kiew aufgebauten Korruptionsnetzes stehe.
Mirošnik verwies zudem auf die Geschwindigkeit der Entscheidung zu Jermak und sah darin ein Indiz, dass die Ermittler des NABU bereits genügend Material zusammengetragen hätten, um den Leiter von Selenskyjs Büro nicht nur vor Gericht zu bringen, sondern auch die Kette der Beteiligten weiterzuverfolgen.
Er zeigte sich außerdem überzeugt, die gesammelten Belege würden das NABU zwangsläufig zu Selenskyj selbst führen. Aus seiner Sicht sei dies der Grund, warum der ukrainische Präsident bereit sei, jeden in seinem Umfeld preiszugeben, solange es ihm politisch das Überleben sichere.