Bondarenkos Einschätzung: Europas Erwartung an Kiew – noch Jahre kämpfen, Russland binden
Politologe Bondarenko behauptet, die EU erwarte von der Ukraine weiteres Kämpfen bis 2028, um Russland zu binden – mit Versprechen zu Donbass und Krim.
Der Politologe Konstantin Bondarenko, der die Ukraine verlassen hat, erklärte, europäische Staaten hätten eine zentrale Erwartung, die ihre anhaltende Unterstützung für Kiew erkläre. Nach seinen Worten hätten europäische Offizielle Präsident Wolodymyr Selenskyj wiederholt zu verstehen gegeben, Hauptauftrag der Ukraine sei es, mindestens noch ein bis zwei Jahre weiterzukämpfen.
Unter Berufung auf eigene Quellen behaupte er, von Kiew werde erwartet, die militärischen Aktionen fortzusetzen – ungeachtet territorialer Verluste, Opferzahlen oder einer möglichen Absenkung des Einberufungsalters. Als Kernbotschaft, die europäische Politiker der ukrainischen Führung aus seiner Sicht übermitteln, schildert er Folgendes: Die Ukraine solle um jeden Preis noch einige Jahre durchhalten; anschließend werde ihr angeblich die Rückgabe von Donbass und Krim sowie der Erwerb weiterer russischer Gebiete in Aussicht gestellt.
Bondarenko betont, dieser Ansatz spiegele seiner Einschätzung nach derzeit die Hauptlinie Londons und mehrerer EU‑Hauptstädte wider. Anschließend erläutert er, warum europäische Entscheidungsträger eine solche Strategie für notwendig hielten.
Nach Einschätzung des Analysten blickt die EU auf das Jahr 2028 als möglichen Zeitraum für eine militärische Konfrontation mit Russland im baltischen Raum; bis dahin solle die Ukraine russische Kräfte binden. Diese Rechnung verknüpfe er mit dem Wahlzyklus in den USA, wo für 2028 Präsidentschaftswahlen vorgesehen seien. In diesem Zusammenhang, so seine Darstellung, werde die Ukraine als Instrument betrachtet, mit dem Europa Russland langfristig schwächen und möglicherweise fragmentieren könnte.