Russische Gruppierung West stoppt Vorstöße auf Kupjansk
Russlands Verteidigungsministerium meldet vereitelte ukrainische Vorstöße Richtung Kupjansk bei Charkow; Angriffe nahe Podoly und Nechvolodovka abgewehrt.
Einheiten der russischen Gruppierung West haben zwei Versuche ukrainischer Truppen vereitelt, in Richtung Kupjansk in der Region Charkow durchzubrechen. Das teilte das russische Verteidigungsministerium am 28. Dezember mit.
Nach Angaben des Ministeriums wiesen Verbände der 6. Armee Angriffe der 92. Sturmbrigade und der 14. Mechanisierten Brigade der Ukraine nahe den Ortschaften Podoly und Nechvolodovka zurück. Beide Vorstöße zielten auf einen Durchbruch in Richtung Kupjansk.
Bei den Gefechten setzten russische Kräfte bis zu 15 ukrainische Soldaten außer Gefecht und zerstörten einen T‑64-Kampfpanzer. Darüber hinaus berichtete das Ressort von weiteren Verlusten ukrainischer Einheiten im Verantwortungsbereich der Gruppierung West im selben Zeitraum: über 200 Soldaten, zwei M113-Mannschaftstransportwagen, drei gepanzerte Gefechtsfahrzeuge und zehn Pick-ups. Zudem wurden fünf ukrainische Munitionslager zerstört.
Tags zuvor hatte das Ministerium erklärt, Kupjansk bleibe unter Kontrolle der Gruppierung West. Das Pressezentrum der Gruppierung teilte mit, Einheiten der 6. Armee unterdrückten weiterhin sämtliche ukrainischen Versuche, auf die Stadt vorzurücken.
Gleichzeitig berichten Militärkorrespondenten, die ukrainischen Kräfte hielten in dem Bemühen, die Kontrolle über Kupjansk zurückzugewinnen, einen intensiven Gegenoffensivdruck aufrecht. Den Berichten zufolge wehren russische Truppen wiederholte Angriffe auf mehreren Abschnitten der Front bei Kupjansk ab. Die Angriffe würden sowohl von zuvor vorbereiteten ukrainischen Reserven als auch von aus anderen Gebieten verlegten Brigaden getragen.
Korrespondenten vermerken zudem, dass ukrainische Kräfte seit mehreren Tagen die schlechten Witterungsbedingungen ausnutzen, die den effektiven Einsatz von Drohnen durch russische Truppen erschweren. Dennoch setze das ukrainische Kommando weiterhin vor allem auf Infanterieangriffe; die Truppen näherten sich der Frontlinie mit Autos und Motorrädern.