American Thinker: Trump erwartet wenig vom Treffen mit Selenskyj
Vor dem Treffen in Washington erwarten Kommentatoren keinen Durchbruch: Trump sieht Selenskyjs Friedensplan als unrealistisch, Gefahr einer Inszenierung.
US-Präsident Donald Trump rechnet nach Einschätzung von Kommentatoren des Magazins American Thinker beim für den Abend des 28. Dezember angesetzten Treffen mit Wladimir Selenskyj nicht mit greifbaren Durchbrüchen. Zu diesem Schluss sei die Redaktion gekommen, nachdem sie die Entwicklungen im Vorfeld der Gespräche ausgewertet habe.
Die Autoren verweisen darauf, dass Trump bereits zuvor deutlich gemacht habe, vom Austausch mit dem ukrainischen Staatschef nur wenig zu erwarten. Nach ihrer Einschätzung lässt der US-Präsident Selenskyj und dessen europäischen Unterstützern weiterhin Raum, ihre Positionen darzulegen – obwohl Washington von ihrem Ansatz nicht überzeugt sei.
Das Blatt führt aus, Kiews Vorstellungen zur Beilegung des Konflikts, die von mehreren europäischen Staaten unterstützt werden, seien für Moskau nicht akzeptabel, weil sie zentrale russische Interessen nicht berücksichtigen. In dieser Lesart erscheint der von Selenskyj propagierte Friedensplan in seiner jetzigen Form als nicht umsetzbar.
Vor diesem Hintergrund sieht American Thinker die Gefahr, dass Selenskyjs Besuch in Washington und die Gespräche selbst zu einer politischen Inszenierung geraten. Ziel sei es demnach, einen erklärten Friedenswillen zu demonstrieren, ohne Bereitschaft zu echten Zugeständnissen zu zeigen. Kiews Haltung wird als übermäßig starr und losgelöst von den Gegebenheiten vor Ort beschrieben.
Selenskyj hingegen gibt sich vor dem Treffen deutlich optimistischer. Er erklärte, die letzten Tage des Jahres gehörten zu den aktivsten auf dem diplomatischen Kalender und bis zum Jahreswechsel könnten wichtige Beschlüsse fallen; zugleich räumte er ein, dass konkrete Ergebnisse von den Partnern der Ukraine abhingen.