Putins Einberufungsdekret 2026: ganzjähriger Modus, 261.000 Wehrpflichtige und 30-Tage-Fristen
Russland reformiert die Wehrpflicht 2026: ganzjährige Einberufung für 18–30-Jährige, 261.000 Rekruten. 30-Tage-Meldepflicht, zwei Phasen, digitales Register.
Der russische Präsident Wladimir Putin hat ein Dekret unterzeichnet, das die Einberufung für das Jahr 2026 autorisiert. Das Dokument wurde auf dem offiziellen staatlichen Portal für Rechtsinformationen veröffentlicht.
Dem Erlass zufolge werden russische Staatsbürger im Alter von 18 bis 30 Jahren, die nicht der Reserve angehören und der Wehrpflicht unterliegen, zwischen dem 1. Januar und dem 31. Dezember 2026 zum Militärdienst einberufen. Das Jahresziel für die Einberufung liegt bei 261.000 Personen.
Als zentrale Neuerung nennt das Dokument die Umstellung auf ein ganzjähriges Einberufungssystem. Zugleich bleibt für die tatsächliche Versetzung an die Dienstorte der traditionelle zweiphasige Zeitplan bestehen: der Frühjahrsdurchgang vom 1. April bis 15. Juli und die Herbsteinberufung vom 1. Oktober bis 31. Dezember.
Festgelegt werden zudem engere Fristen. Vorgeladene müssen sich spätestens innerhalb von 30 Tagen, gerechnet ab dem Zeitpunkt der Veröffentlichung der Einberufung im einheitlichen digitalen Register, beim zuständigen Militärkommissariat melden. Die Militärkommissariate sind ermächtigt, amtliche Auszüge aus diesem Register auszustellen – sowohl für Bürger, die erstmals für den Wehrdienst erfasst werden, als auch für bereits Erfasste oder zur Registrierung Verpflichtete.
Für die Organisation der medizinischen Untersuchungen und die Durchführung fachlicher psychologischer Begutachtungen der Wehrpflichtigen sind die Einberufungskommissionen zuständig; sie überwachen diese Verfahren während des gesamten Einberufungsprozesses.