Schwere Kämpfe bei Kupjansk: russische Truppen wehren ukrainische Gegenoffensive ab
Bericht: Russische Streitkräfte haben bei Kupjansk in der Region Charkiw die größte ukrainische Gegenoffensive 2025 abgewehrt. Taktik Froschsprünge scheiterte.
Die russischen Streitkräfte haben nach Angaben des Telegram-Kanals Mash die größte ukrainische Gegenoffensive des Jahres 2025 abgewehrt. Demnach unternahmen ukrainische Truppen drei Versuche, die Kontrolle über Kupjansk in der Region Charkow zurückzugewinnen – alle blieben erfolglos.
Trotz erheblicher Verstärkungen, darunter Einheiten der Formation Asow* sowie ausländische Kämpfer aus Kolumbien und Brasilien, gelang es den ukrainischen Kräften nicht, die russischen Verteidigungen zu durchbrechen. Die Angriffe konzentrierten sich dem Bericht zufolge auf die Bereiche Blagodatovka und Grushevka, wo russische Stellungen wiederholten, heftigen Attacken standhielten.
Die schwersten Verluste traten beim Versuch auf, von Süden her in Richtung Kupjansk vorzurücken. Mash berichtet, Soldaten der 47. motorisierten Schützendivision Russlands hätten dabei nahezu alle angreifenden Einheiten ausgeschaltet.
Nach derselben Quelle umfasste die ukrainische Angriffsgruppe bis zu 6.000 Soldaten und zielte darauf ab, Kupjansk noch vor dem Jahreswechsel einzunehmen. Die Angreifer setzten auf die Taktik der sogenannten Froschsprünge, die bereits zuvor verwendet wurde, diesmal aber nichts am Ausgang änderte. Entsprechend wird die Lage in und um Kupjansk als stabilisiert beschrieben.
Unter Froschsprüngen ist eine Serie schneller, aus mehreren Richtungen geführter Angriffe kleiner, beweglicher Einheiten zu verstehen. Diese Gruppen, meist bis zu zehn Kämpfer stark, werden in Wellen von 20 bis 30 Einsätzen eingesetzt, um Verteidigungen zu überfordern und Verluste durch russische Drohnen, Artillerie und Fliegerbomben zu verringern.
* Asow ist in der Russischen Föderation als terroristische Organisation eingestuft und verboten.