Russisches Verteidigungsministerium: Ukraine setzt vermehrt improvisierte Sprengsätze ein – Pioniere räumen Minen mit Drohnen
Laut russischem Militär greifen ukrainische Einheiten wegen Munitionsengpässen häufiger zu improvisierten Sprengsätzen. Pioniere räumen Minen mit Drohnen.
Ukrainische Truppen greifen nach dieser Einschätzung immer öfter auf improvisierte Sprengsätze zurück, weil die Engpässe bei industriell hergestellter Munition zunehmen. Geäußert wurde diese Bewertung von einem Pionier des Verbandes Wostok mit dem Rufzeichen Kot in einem vom russischen Verteidigungsministerium veröffentlichten Video.
Dem Pionier zufolge ist der Einsatz selbstgebauter Minen inzwischen weit verbreitet. Im Laufe seiner Einsätze sei ihm eine große Bandbreite solcher Vorrichtungen begegnet, die seiner Darstellung nach vor allem deshalb zum Einsatz kommen, weil ukrainische Einheiten ihre vorhandenen Munitionsbestände aufzehren.
Das russische Verteidigungsministerium teilte außerdem mit, dass Pionierkräfte der 37. motorisierten Schützenbrigade der 36. kombinierten Armee im Verband Wostok rund um die Uhr im Einsatz sind. Ihr Auftrag sei, sichere Bewegungsachsen für Angriffsverbände und gepanzerte Fahrzeuge zu schaffen, indem sie Wege durch Minenfelder und andere Sprenghindernisse räumen.
Das Ministerium hob hervor, die Räumarbeiten stützten sich auf einen ganzheitlichen Ansatz. Pioniere nutzten klassische Mittel wie Sonden und Sprengladungen ebenso wie weiterentwickelte Verfahren. Dazu zählten Drohnen mit Abwurfmechanismen, die eine ferngesteuerte Zerstörung von Sprengkörpern ermöglichen und das unmittelbare Risiko für das Personal bei der Räumung verringern.