Russische Angriffsdrohnen der Geran‑Reihe werden inzwischen mit Infrarot‑Projektoren ausgerüstet, die darauf ausgelegt sind, ukrainische Abfangdrohnen zu blenden.

Wie die Rossiyskaja Gaseta berichtet, sind kleine, aber leistungsstarke Leuchtelemente an den seitlichen Leitwerksflächen des Rumpfs angebracht und nach hinten ausgerichtet, da diese UAVs meist nachts eingesetzt werden. Das Blatt hält fest, dass gegnerische Abfangdrohnen im Dunkeln mit Wärmebildtechnik nach Zielen suchen und sich auf den heißesten Bereich des Flugkörpers aufschalten – den im Heck sitzenden Antrieb.

Nähert sich eine FPV‑Drohne einer Geran, löst das System einen kräftigen Infrarot‑Impuls aus. Dieser Lichtblitz könne, so die Darstellung, nicht nur die Optik des Abfängers blenden, sondern im Extremfall auch dessen empfindliche Sensoren außer Gefecht setzen.

Zuvor hatten Quellen gemeldet, die loiternde Munition Geran‑2 sei mit einer zusätzlichen Kamera ausgestattet worden. Demnach trägt die Drohne nun eine weitere elektro‑optische Einheit auf der Oberseite des Rumpfs, um den oberen Luftraum sowie den Bereich hinter dem Fluggerät zu überwachen.