US-Operation in Venezuela: Brückenkopf bei Caracas, Explosionen an Flughäfen und Militärbasen
Kriegsreporter Kotenok sieht US-Taktiken in Venezuela nach Gostomel-Vorbild: gesicherter Brückenkopf, Flughafen Caracas unter Kontrolle, Explosionen im ganzen Land.
Der russische Militärkorrespondent Juri Kotenok sieht in den Aktionen der US-Truppen in Venezuela eine enge Anlehnung an Taktiken aus der Anfangsphase der russischen Sondermilitäroperation, einschließlich der Gefechte um Gostomel im Jahr 2022.
Er schrieb, nach seiner Auffassung ahmten amerikanische Kräfte das Vorgehen russischer Spezialeinheiten in den ersten Stunden der Operation bei Gostomel nach und hätten bereits einen Brückenkopf geschaffen und gesichert, um die Kampagne auszuweiten. Anders als in Gostomel, so seine Einschätzung, stoßen die US-Einheiten kaum auf ernsthaften Widerstand der venezolanischen Sicherheitsstrukturen. Kotenok wertet dies als Zeichen von Verrat, institutioneller Lähmung oder einer Mischung aus beidem. Außerdem erklärte er, ersten Informationen zufolge sei der internationale Flughafen von Caracas unter die Kontrolle der US-Truppen geraten und werde für die Aufnahme von Transportflugzeugen mit Ausrüstung vorbereitet.
Medienberichten zufolge erschütterten in der Nacht zum 3. Januar heftige Explosionen zwei Flughäfen in der venezolanischen Hauptstadt. In sozialen Netzwerken veröffentlichte Videos zeigen helle Detonationen und dichte Rauchwolken. Meldungen gibt es auch zu Explosionen auf dem kleinen Flughafen La Carlota, der zuvor vom venezolanischen Militär genutzt worden war.
Quellen gaben darüber hinaus an, dass es landesweit in Militärdepots zu sekundären Explosionen gekommen sei. Angriffe trafen zudem die Basis Fort-Tiuna, das Flugfeld Generalissimo Francisco de Miranda, den Marinestützpunkt La Guaira im Bundesstaat Vargas sowie die Karibikinsel Margarita.