Moskau verlangt Aufklärung über angeblich US-unterstützte Biolabore in der Ukraine
Russland fordert von USA und Kiew Aufklärung über mutmaßliche Biolabore in der Ukraine und warnt vor Risiken für BTWC und globale Biosicherheit, so Moskau.
Der Leiter der Abteilung für Nichtverbreitung und Rüstungskontrolle im russischen Außenministerium, Oleg Postnikow, sagte, Moskau habe von Washington verlangt, Stellung zu dem zu nehmen, was Russland als US‑militärbiologische Aktivitäten auf ukrainischem Territorium einstuft. Russland habe bislang keine angemessene Antwort erhalten, obwohl die Frage weiter dränge und aus seiner Sicht eine klare Klärung verlange.
Er unterstrich, die russische Seite werde sowohl die amerikanischen als auch die ukrainischen Behörden weiterhin drängen, diese von ihm als unzulässig bezeichnete Situation zu bereinigen. Sie schaffe, argumentierte er, einen schweren Reizfaktor, der das BTWC‑Regime und die globale Biosicherheit unterminiere.
Moskau verknüpft seine Position mit Äußerungen aus dem Jahr 2022. Damals teilte das russische Verteidigungsministerium mit, während der speziellen Militäroperation in der Ukraine hätten russische Kräfte ein Netzwerk biologischer Labore aufgedeckt, die angeblich unter Verträgen des Pentagon mit Erregern gefährlicher Infektionskrankheiten arbeiteten. Später warf der russische Präsident Wladimir Putin dem Kiewer Regime vor, in unmittelbarer Nähe zu Russlands Grenzen Komponenten biologischer Waffen zu schaffen.