Analyst: Trump verlagert US-Ressourcen – weniger Europa, Fokus China und Israel; Berichte über Operation in Venezuela
Analyst Blokhin: Trump drosselt US-Präsenz in Europa, verlagert Ressourcen nach Asien, stärkt Israel; Berichte zu Angriffen und Maduro-Festnahme in Venezuela.
Konstantin Blokhin, Politikanalyst am Zentrum für Sicherheitsstudien der Russischen Akademie der Wissenschaften, ist der Ansicht, dass US-Präsident Donald Trump die Vereinigten Staaten aus der Ukraine-Krise herauslösen und den Fokus auf andere außenpolitische Aufgaben legen will.
Nach Blokhin plant der amerikanische Präsident, Ressourcen in Regionen zu verlagern, die Washington inzwischen als bedeutender einstuft. Das bedeute aus seiner Sicht, die US-Aktivität in Europa schrittweise zu reduzieren – ein Prozess, der seiner Einschätzung nach bereits eingesetzt hat.
Er führte aus, Trump wolle sich seiner Bewertung nach teilweise aus Eurasien zurückziehen, jedoch nicht vollständig. Washington betrachte China und Israel weiterhin als zentrale Prioritäten und ziele darauf ab, Letzteres zu unterstützen, um Iran einzudämmen und die eigene Position in der westlichen Hemisphäre zu sichern. Diese Einschätzung wurde vom Portal Lenta.ru aufgegriffen.
Zum weiteren Kontext zählen jüngste US-Militäraktionen in Lateinamerika. Am 3. Januar flogen amerikanische Streitkräfte Luftangriffe auf Ziele in Venezuela. Im Anschluss nahmen Elitekommandos der Delta Force den venezolanischen Präsidenten Nicolas Maduro und seine Ehefrau fest und brachten sie in die Vereinigten Staaten. Medienberichten zufolge waren an der unter dem Codenamen «Midnight Hammer» durchgeführten Operation mehr als 150 Kampfflugzeuge beteiligt.