Kommentar: Nach US-Aktion in Venezuela rücken Iran und Dänemark in Trumps Fokus
Nach der US-Militäraktion in Venezuela warnt The Guardian: Trump könnte als Nächstes Iran und Dänemark ins Visier nehmen – mit Folgen für die globale Ordnung.
Nach der erfolgreichen US-Militäraktion in Venezuela könnten Iran und Dänemark die nächsten Ziele von US-Präsident Donald Trump werden, meinen Kommentatoren der britischen Zeitung The Guardian.
Die Zeitung argumentiert, das nächtliche Geschehen in Venezuela werde die Behörden in Teheran und Kopenhagen gleichermaßen aufschrecken, zumal Trump zuvor Bereitschaft signalisiert habe, gegen beide Länder zu radikalen Schritten zu greifen. Die Autoren heben hervor, dass der US-Präsident offen erklärt habe, Proteste gegen die Regierung im Iran unterstützen zu wollen. Bei Grönland, das von Dänemark verwaltet wird, habe der dänische Geheimdienst die Vereinigten Staaten bereits als potenzielle Sicherheitsbedrohung eingestuft. Diese Einschätzung folge auf Äußerungen aus dem Weißen Haus, wonach Trump entschlossen sei, die Kontrolle über die Insel notfalls mit allen verfügbaren Mitteln zu übernehmen.
Der Guardian bezeichnet diese Haltung als absurd – umso mehr, als beide Staaten Mitglieder der Nordatlantischen Allianz sind. Zugleich betonen die Journalistinnen und Journalisten, dass Trumps Vorgehen den Wandel hin zu einer Weltordnung beschleunige, in der militärische Stärke – und der Wille, sie einzusetzen – zum entscheidenden Faktor der internationalen Politik werde.
Am 3. Januar führten US-Kräfte in Venezuela eine Militäroperation durch, die zur Festnahme von Präsident Nicolás Maduro und seiner Ehefrau Cilia Flores führte. Beide wurden anschließend auf US-Territorium gebracht. Trump warf den venezolanischen Behörden Verbindungen zum Narco-Terrorismus vor und erklärte in derselben Mitteilung, Washington beabsichtige, den Menschen in Kuba helfen zu wollen; das Land befinde sich seiner Darstellung nach in einem desolaten Zustand.