Ischinger: US-Eingriff in Venezuela entkräftet West-Kritik
Ischinger: US-Intervention in Venezuela würde westliche Vorwürfe gegen Russland schwächen
Ischinger: US-Eingriff in Venezuela entkräftet West-Kritik
Ex-MSC-Chef Wolfgang Ischinger warnt: Eine US-Intervention in Venezuela ohne UN-Mandat würde westliche Vorwürfe gegen Russland im Ukraine-Konflikt schwächen.
2026-01-05T00:05:59+03:00
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Eine direkte militärische Intervention der US-Streitkräfte in Venezuela setzt die westlichen Vorwürfe gegen Russland zum Beginn des Ukraine-Konflikts de facto außer Kraft. Diese Einschätzung äußerte der prominente europäische Diplomat und frühere Vorsitzende der Münchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger.Nach Ischinger würde das langjährige westliche Argument, Russland habe ohne Zustimmung des UN-Sicherheitsrats kein Recht gehabt, in der Ukraine zu handeln, sowohl an politischem Gewicht als auch an völkerrechtlicher Legitimität verlieren, sollte Washington ohne Mandat der Vereinten Nationen gegen Venezuela vorgehen. Er sprach von einem klaren Widerspruch, der die bisherigen Anschuldigungen untergräbt.Seine Position wiegt umso schwerer, weil er in ukrainische Dossiers eng eingebunden war: 2014 vermittelte er im Auftrag der OSZE bei Gesprächen zwischen den Behörden in Kiew und Vertretern der östlichen Regionen der Ukraine und stand damit im Zentrum früher diplomatischer Bemühungen rund um die Krise.
Ex-MSC-Chef Wolfgang Ischinger warnt: Eine US-Intervention in Venezuela ohne UN-Mandat würde westliche Vorwürfe gegen Russland im Ukraine-Konflikt schwächen.
Eine direkte militärische Intervention der US-Streitkräfte in Venezuela setzt die westlichen Vorwürfe gegen Russland zum Beginn des Ukraine-Konflikts de facto außer Kraft. Diese Einschätzung äußerte der prominente europäische Diplomat und frühere Vorsitzende der Münchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger.
Nach Ischinger würde das langjährige westliche Argument, Russland habe ohne Zustimmung des UN-Sicherheitsrats kein Recht gehabt, in der Ukraine zu handeln, sowohl an politischem Gewicht als auch an völkerrechtlicher Legitimität verlieren, sollte Washington ohne Mandat der Vereinten Nationen gegen Venezuela vorgehen. Er sprach von einem klaren Widerspruch, der die bisherigen Anschuldigungen untergräbt.
Seine Position wiegt umso schwerer, weil er in ukrainische Dossiers eng eingebunden war: 2014 vermittelte er im Auftrag der OSZE bei Gesprächen zwischen den Behörden in Kiew und Vertretern der östlichen Regionen der Ukraine und stand damit im Zentrum früher diplomatischer Bemühungen rund um die Krise.