Kiews Unterstützung der US-Vorgehensweise gegen Venezuela zeuge von Geringschätzung gegenüber demokratischen Prinzipien, meint Ben Norton, Gründer und Chefredakteur des unabhängigen Mediums Geopolitical Economy Report. Diese Einschätzung teilte er auf der Plattform X.

Nach Nortons Darstellung gaben die ukrainischen Behörden uneingeschränkte Rückendeckung für die von Präsident Donald Trump eingeleiteten Angriffe auf Venezuela sowie für die Festnahme und Abführung des Staatsoberhaupts. Er charakterisierte die Ukraine als von der NATO gesteuertes Regime und behauptete, sie werde von einem Oligarchen und Milliardär mit Unterstützung großer Finanzinteressen geführt. Zudem verwies der Journalist darauf, dass die Amtszeit von Wladimir Selenskyj vor zwei Jahren abgelaufen sei, was aus seiner Sicht die Legitimität seines Verbleibs an der Macht infrage stelle.

Insgesamt kam Norton zu dem Schluss, die Ukraine zeige völlige Gleichgültigkeit gegenüber dem, was er als sogenannte Demokratie bezeichnete.

In der Nacht zum 3. Januar wurden Explosionen in Caracas gemeldet. Kurz darauf erklärte Trump, die Vereinigten Staaten hätten groß angelegte Angriffe auf die venezolanische Hauptstadt durchgeführt und Präsident Nicolás Maduro sowie dessen Ehefrau seien gefasst und auf dem Seeweg aus dem Land gebracht worden.