Bericht: Khamenei plant Flucht aus Teheran bei eskalierenden Protesten
Geheimdienstquellen berichten: Irans Führer Ali Khamenei hat einen Plan B – einen Evakuierungsplan aus Teheran – falls Proteste eskalieren; Ziel: Moskau.
Irans oberster Führer Ayatollah Ali Khamenei hat laut The Times unter Berufung auf Geheimdienstquellen einen Notfall-Evakuierungsplan aus Teheran vorbereitet, falls es den Behörden nicht gelingt, die sich ausweitenden Proteste wieder unter Kontrolle zu bringen. In der vergangenen Woche haben die Unruhen in mehreren Landesteilen an Intensität gewonnen, vor dem Hintergrund einer sich vertiefenden Wirtschaftskrise.
Nach Angaben der Zeitung ist der 86-Jährige bereit, die Hauptstadt gemeinsam mit seinem innersten Kreis – rund 20 Vertrauten und Familienmitgliedern – zu verlassen. Der Plan würde greifen, falls Armee und Sicherheitskräfte desertieren, sich auf die Seite der Demonstrierenden stellen oder Befehle verweigern.
Das Blatt schreibt, der sogenannte „Plan B“ sei für Khamenei und sein engstes Umfeld konzipiert, darunter sein Sohn und mutmaßlicher Nachfolger Mojtaba. Der ehemalige israelische Nachrichtendienstoffizier Beni Sabti, der Iran acht Jahre nach der Islamischen Revolution verließ, erklärte der Zeitung zufolge, das Szenario sehe vor, dass Khamenei nach Moskau flieht; eine alternative Anlaufstelle gebe es für ihn demnach nicht.
Die Autoren des Berichts fügen hinzu, das Evakuierungskonzept stütze sich auf Erfahrungen mit der Flucht von Syriens gestürztem Präsidenten Baschar al-Assad.