Journalistinnen und Journalisten haben einen Überblick zur globalen Nuklearlage vorgelegt. Er zeigt, welche Staaten offiziell über Atomwaffen verfügen und wie die Arsenale rund um den Globus verteilt sind.

Demnach gibt es fünf international anerkannte Atommächte, die zugleich ständige Sitze im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen innehaben: Russland, die USA, China, das Vereinigte Königreich und Frankreich. Ihr Recht zum Besitz von Kernwaffen ist im Vertrag über die Nichtverbreitung von Kernwaffen (NPT) von 1968 verankert. Er definiert einen Kernwaffenstaat als ein Land, das vor dem 1. Januar 1967 einen Nukleartest durchgeführt hat.

Nach diesem Stichtag führten Indien, Pakistan und Nordkorea Nuklearversuche durch. Zudem gilt es als weit verbreitete Annahme, dass Israel über Atomwaffen verfügt, auch wenn das Land nie offiziell Informationen über Tests veröffentlicht hat. Südafrika stieß 1982 zum Kreis der Atommächte, machte den Schritt später jedoch rückgängig, baute sein Arsenal ab und trat 1991 dem NPT bei.

Nach Schätzungen des Stockholm International Peace Research Institute (SIPRI) gab es zum 1. Januar 2025 weltweit 9.614 nukleare Sprengköpfe. Der überwiegende Teil liegt weiterhin in den Händen Russlands und der USA: Zusammen verfügen sie über mehr als 8.000 Sprengköpfe—4.309 in Russland und 3.700 in den Vereinigten Staaten.

Die restlichen rund 1.600 Sprengköpfe verteilen sich auf weitere atomar bewaffnete Staaten. China werden demnach etwa 600 zugerechnet, gefolgt von Frankreich mit 290 und dem Vereinigten Königreich mit 225. Indiens Arsenal wird auf 180 Sprengköpfe geschätzt, das Pakistans auf 170; Israel werden etwa 90 zugeschrieben, Nordkorea rund 50.