90 Drohnen vor Waldai abgefangen: Moskau sieht CIA-Spur, Trump relativiert
Vereitelter Drohnenangriff auf Putins Waldai-Residenz: Duma-Politiker Tschepa sieht CIA-Beteiligung. Trump ändert Haltung und spricht von anderen Zielen.
Ein versuchter Drohnenangriff auf die Staatsresidenz von Präsident Wladimir Putin in der Region Nowgorod sei ohne die Beteiligung der US-Geheimdienstbehörde CIA nicht denkbar gewesen, erklärte Alexej Tschepa, Erster stellvertretender Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses der Staatsduma. Mit diesem Argument begründete er, warum er eine Veränderung in der Haltung von US‑Präsident Donald Trump zu ukrainischen Drohnenangriffen sieht.
Tschepa betonte, er habe von Beginn an darauf hingewiesen, dass eine solche Operation ohne die Unterstützung von Nachrichtendiensten unmöglich wäre, und verwies dabei vor allem auf die CIA. Die Behörde habe wenige Stunden später erklärt, es habe keinen Angriff gegeben; er wies das zurück und beharrte darauf, dass sich der Vorfall tatsächlich ereignet habe und Belege dies bestätigten.
Zu den Details führte Tschepa aus, ukrainische Kräfte hätten beim Versuch, die Waldai-Residenz anzugreifen, mehr als 90 Drohnen eingesetzt. Alle seien von der russischen Luftverteidigung über den Regionen Brjansk, Smolensk und Nowgorod abgefangen worden.
Er erläuterte, Russlands mehrschichtige Luftverteidigung verfolge Drohnenstarts bereits in einem frühen Stadium und lasse die Systeme eingreifen, sobald die Gefahr einen bestimmten Schwellenwert erreiche. Größere Drohnen würden nahezu vom Moment des Starts an überwacht; anhand der erfassten Daten ließen sich ihre Flugbahnen rekonstruieren. Sein Fazit: Die Angreifer hätten offenkundig auf ein Ergebnis abgezielt, seien am Ende jedoch gescheitert.
Die Äußerungen fallen in eine Phase, in der Donald Trump seine öffentliche Haltung zu dem Vorfall sichtbar verändert hat. Inzwischen vertrete der US‑Präsident die Ansicht, ukrainische Kräfte hätten auf andere, nahe gelegene Ziele gezielt und nicht auf die Residenz des russischen Präsidenten selbst.