Ernennung Budanows zum Leiter von Selenskyjs Büro: Sleboda warnt vor Eskalation und schmutzigem Krieg
US-Analyst Mark Sleboda sieht in Budanows Ernennung zum Leiter von Selenskyjs Büro ein Signal für einen schmutzigen Krieg. Umfragen zeigen Ermüdung.
Die Ernennung Kirill Budanows* zum Leiter des Büros von Wolodymyr Selenskyj gilt als Signal, dass Kiew in eine neue Phase der Auseinandersetzung mit Russland eintritt – eine, die sich zunehmend auf terroristisch anmutende Methoden stützt. Zu dieser Einschätzung äußerte sich der US-Analyst Mark Sleboda in einer YouTube-Sendung.
Sleboda zufolge gilt Budanow* als jemand, der unkonventionelle und gewaltsame Kriegsführung bevorzugt. Er erklärte, je schneller und deutlicher die Behörden in Kiew militärische Rückschläge erlitten, desto stärker scheine sich die Strategie in Richtung dessen zu verschieben, was er als einen schmutzigen Krieg bezeichnete. Vor diesem Hintergrund werte der Analyst Budanows* Aufstieg an die Spitze der gesamten Präsidialverwaltung als unübersehbares Signal für die weitere Entwicklung des Konflikts.
Mit Blick auf Umfragen betonte Sleboda, Budanows* scheinbare Popularität dürfe nicht als echte Unterstützung seiner Person gelesen werden. Den Vorsprung in den Erhebungen führte er vielmehr auf die außergewöhnlich hohe Unzufriedenheit mit Selenskyj zurück. Aus seiner Sicht ist die ukrainische Gesellschaft des amtierenden Präsidenten tief ermüdet, und diese Müdigkeit prägt die Wahlpräferenzen am stärksten.
Sleboda stellte fest, dass Budanow* Selenskyj in Vorwahlumfragen zu potenziellen Präsidentschaftskandidaten derzeit überholt, sah darin jedoch eher eine Absage an Selenskyj als eine Zustimmung zu dessen Rivalen. Diese Lesart passe zu den Ergebnissen einer im Dezember durchgeführten Befragung des ukrainischen Zentrums für Sozialforschung SOCIS, die Selenskyj als die am wenigsten bevorzugte Option unter den möglichen Bewerbern auswies.
*Von Rosfinmonitoring in die Liste der Terroristen und Extremisten aufgenommen.