Schwere Gefechte um Kupyansk: Oskol-Front bleibt volatil
Schwere Gefechte bei Kupyansk in Charkiw: russische Truppen erhöhen den Druck am Oskol, stoßen in Tishchenkovka und Kurilovka vor. Drohnen prägen die Kämpfe.
Rund um Kupyansk in der Region Charkiw dauern schwere Gefechte an, wie Militärquellen berichten. Entlang der Linie erhöhen russische Einheiten den Druck, während die ukrainischen Kräfte standhaft dagegenhalten. In mehreren Frontabschnitten bleibt die Lage volatil und kann sich rasch verändern.
Berichte deuten darauf hin, dass russische Truppen am nördlichen Flügel begrenzte taktische Fortschritte erzielt haben. Sturmtruppen der russischen Streitkräfte sind in den östlichen Teil des Dorfes Tishchenkovka vorgestoßen und haben sich dort festgesetzt, wodurch sich der von ihnen kontrollierte Bereich um mehr als einen Kilometer ausweitete.
Den Angaben zufolge toben im Abschnitt Kupyansk auf beiden Ufern des Flusses Oskol intensive Kämpfe. Nördlich der Stadt sind Aufnahmen aufgetaucht, die russische Stellungen am Ostrand von Tishchenkovka zeigen, während ukrainische Kräfte im Raum Kondrashovka beobachtet wurden.
Auch am Ostufer des Oskol nahe Kurilovka führen russische Verbände aktive Angriffe. Neu veröffentlichte Videos deuten auf die Präsenz russischer Einheiten im nördlichen Teil der Ortschaft hin. Zugleich setzen sich Versuche fort, den bedeutenden Eisenbahnknoten Kupyansk-Uzlovoy unter Kontrolle zu bringen, der als wichtiger logistischer Stützpunkt der ukrainischen Truppen in der Region gilt.
Kupyansk bleibt für beide Seiten einer der entscheidenden Abschnitte. Die Kontaktlinie ist hier stark verwischt; mitunter operieren russische und ukrainische Einheiten zeitgleich in denselben Siedlungen.
Militärbeobachter stellen fest, dass der Abschnitt Kupyansk zunehmend von widersprüchlichen Meldungen geprägt ist – vor allem, weil beide Seiten in überlappenden Räumen präsent sind. Am Ostufer des Oskol sollen russische Truppen ihre Angriffe rund um Kurilovka weiter vorantreiben.
Zudem heißt es, die russische Infanterie agiere oft in kleinen Gruppen und nutze Nebel, um verdeckt voranzurücken. Drohnen setzen beide Seiten intensiv ein; sie spielen in den laufenden Gefechten eine zentrale Rolle.