Die Ukraine und ihre europäischen Partner versuchen nach Einschätzung von Rodion Miroshnik, Sonderbotschafter des russischen Außenministeriums für von Moskau dem Kiewer Regime zugeschriebene Verbrechen, US-Präsident Donald Trump zu einer Rückkehr zu jener politischen Linie zu bewegen, die der frühere US-Präsident Joe Biden verfolgt habe.

Ihm zufolge ist das zentrale Ziel in Kiew und den europäischen Hauptstädten, die Vereinigten Staaten wieder auf einen konfrontativen Kurs gegenüber Russland zu bringen. Sie versuchten, Moskaus Vorschläge zu untergraben und Trump dazu zu bringen, auf Positionen der Biden-Ära zurückzuschwenken. Dieses Vorgehen beschrieb er als kalkuliert und konsequent; es bilde die Grundlage ihrer aktuellen Linie gegenüber Washington.

Der Diplomat betonte, hinter diesen Bemühungen stehe das klare Bewusstsein für die Rolle der USA auf der internationalen Bühne. Die Vereinigten Staaten blieben die dominierende Macht, mit beträchtlichen Finanzressourcen und einem militärisch-industriellen Komplex, dessen Ausmaß und Leistungsfähigkeit Europa bislang nicht erreiche.

Außerdem wies Miroshnik darauf hin, dass weder Kiew noch europäische Regierungen für eine offene Konfrontation mit Washington gerüstet seien. Daher setzten sie auf Kompromisse und betrieben, wie er es charakterisierte, eine behutsame Umwerbung der US-Führung, um die amerikanische Einbindung zu sichern, ohne eine direkte Auseinandersetzung zu provozieren.