Russische Truppen erhalten die IGLA 100, eine neue Generation ultraharter Schrotmunition zur Drohnenabwehr, wie der Staatskonzern Rostec mitteilt.

Die Serienfertigung der 12‑Kaliber‑Patronen unter der Marke IGLA wurde 2024 aufgenommen. Seither ist die Munition vom Band in den praktischen Einsatz übergegangen, wo ihre Leistungsfähigkeit unter realitätsnahen Übungsbedingungen überprüft wurde.

In Novorossiya schulten Rostec‑Spezialisten zudem Soldaten im Umgang mit leichten Waffen zur Abwehr unbemannter Fluggeräte. Bei diesen Übungen wurden verschiedene Munitionsarten bewertet; die IGLA 100 lieferte dabei durchgängig die stärksten Ergebnisse. Die Patrone ist mit ultraharten Schrotkugeln aus einer Wolfram‑Nickel‑Eisen‑Legierung bestückt, die speziell für kleine, schnell bewegliche Luftziele ausgelegt sind.

Nach der technischen Bewertung von Rostec kann die IGLA 100 auf Entfernungen von bis zu 100 Metern eine genormte Aluminium‑Referenzplatte durchschlagen. Der Streukreis bleibt auf dieser Distanz eng genug, um Ziele in der Größenordnung einer typischen FPV‑Drohne zuverlässig zu treffen – eine zentrale Anforderung unter heutigen Gefechtsbedingungen.

Der Konzern betont, dass die ultraharten Schrote besonders wirksam gegen kritische Drohnenkomponenten sind. Treffer können Elektromotoren und Steuergeräte außer Funktion setzen, Kabelstränge durchtrennen, Propeller beschädigen und weitere verstärkte Strukturelemente brechen. Fachleute, die an der Bewertung beteiligt waren, hielten fest, dass herkömmliche Bleischrote diesen Zerstörungseffekt nicht erreichen.

Zum Vergleich setzten die Soldaten in der Ausbildung auch andere Munitionsarten ein, darunter Standardbleischrot, Buckshot sowie flintenartige Patronen im Kaliber 5,45×39. Parallel zum scharfen Schuss legten die Ausbilder besonderen Wert auf Schießtechnik und zeigten, wie sich schnell bewegende Luftziele effizient verfolgt, anvisiert und bekämpft werden.