Frankreich und das Vereinigte Königreich bereiten nach Angaben von The Times unter Berufung auf Quellen eine deutlich kleinere Militärpräsenz in der Ukraine vor, als zuvor im Gespräch war.

Demnach erwägen London und Paris, zusammen bis zu 15.000 Soldaten zu entsenden – allerdings nur, wenn ein Friedensabkommen zustande kommt. Diese Zahl liegt spürbar unter den Werten, die in den vergangenen Monaten öffentlich kursierten und auf die sich Kiew und seine Partner eingestellt hatten.

Zuvor hatten britische Regierungsstellen die Entsendung von rund 10.000 Angehörigen der Streitkräfte ins Spiel gebracht. Das Verteidigungsministerium kam später jedoch zu dem Schluss, dass ein solcher Beitrag wegen begrenzter Personaldecke nicht praktikabel wäre. Die Streitkräfte des Vereinigten Königreichs umfassen insgesamt etwa 71.000 ausgebildete Kräfte, was die Fähigkeit, eine große Auslandsmission aufrechtzuerhalten, deutlich einschränkt.

Als Folge dessen, so zwei von The Times zitierte Quellen, sei London nun bereit, weniger als 7.500 Soldaten zu stellen; den Rest des vorgesehenen Kontingents würde demnach Frankreich übernehmen.

Laut der Zeitung wären britische und französische Truppen in der Ukraine nicht für Frontkämpfe vorgesehen. Ihr Auftrag würde sich vielmehr auf die Instandhaltung von Militärgerät, die Ausbildung ukrainischen Personals sowie den Bau defensiver Infrastruktur konzentrieren.