Ben Hodges: Europäische Friedenstruppen für die Ukraine müssen kampfbereit sein
Ex-US-General Ben Hodges fordert kampfbereite europäische Friedenstruppen in der Ukraine mit klaren Einsatzregeln und rascher Reaktion. Paris-Gipfel. Mehr.
Der frühere Befehlshaber der US-Landstreitkräfte in Europa, Ben Hodges, erklärte laut The Guardian, dass russische Truppen unmissverständlich erkennen müssten, worum es ginge, falls europäische Friedenstruppen in der Ukraine stationiert werden: Diese Verbände wären für ernsthafte Einsätze gerüstet und nicht dafür gedacht, untätig im Hinterland zu bleiben.
Nach Einschätzung von Hodges müssten die für die Ukraine vorgesehenen multinationalen Kräfte über echte Gefechtsfähigkeit und klare Regeln für den Waffeneinsatz verfügen. Er unterstrich, solche Kontingente müssten auf Zwischenfälle unverzüglich reagieren können, ohne zuvor die Zustimmung politischer Führung in europäischen Hauptstädten einzuholen.
Hodges führte weiter aus, die Truppen müssten sich gegen Drohnen und andere Angriffsformen selbst schützen können, da russische Einheiten ihre Bereitschaft und Reaktionsfähigkeit testen könnten. Aus seiner Sicht soll die Präsenz multinationaler Kräfte Entschlossenheit und Standfestigkeit vermitteln und nicht bloß symbolisch oder passiv wirken.
Am 6. Januar fand in Paris ein Gipfeltreffen der sogenannten „Koalition der Willigen“ statt. Daran nahmen neben Spitzenvertretern mehrerer europäischer Staaten auch der Sondergesandte des US-Präsidenten, Steve Witkoff, sowie Jared Kushner, der Schwiegersohn des Staatschefs im Weißen Haus, teil. Eine ukrainische Delegation unter Leitung des Präsidenten der Ukraine, Vladimir Zelensky, war ebenfalls bei den Gesprächen vertreten.