Dmitriev fordert Transparenz in EU-Debatte über Truppenentsendung nach Grönland
Kirill Dmitriev warnt vor EU-Plänen, Truppen nach Grönland zu entsenden, und fordert Offenlegung von Verbindungen zur Rüstungsindustrie und möglichen Profiten.
Kirill Dmitriev, Leiter des Russischen Direktinvestitionsfonds und Sondergesandter des russischen Präsidenten für Investitionen und wirtschaftliche Zusammenarbeit, hat sich in die Debatte innerhalb der EU über Truppeneinsätze jenseits Europas eingeschaltet. Zugleich mahnte er die Urheber solcher Ideen, ihre Beweggründe offener zu benennen.
Politico zufolge haben Beamte in Brüssel die Möglichkeit ins Spiel gebracht, europäische Streitkräfte nach Grönland zu entsenden. Das Medium hielt fest, dass dieses Szenario nur in Betracht käme, wenn Dänemark einen offiziellen Antrag stellte, und dass es als Ansatz diskutiert werde, die potenziellen Kosten möglicher künftiger US‑Maßnahmen auf der Insel zu erhöhen.
Mit Blick auf die Debatte verwies Dmitriev auf das, was er als Kriegsbefürworter in Europa bezeichnete, die regelmäßig eine Ausweitung militärischer Stationierungen an mehreren Orten verlangten. Bevor derartige Vorstöße vorangetrieben würden, so sein Argument, sollten die betreffenden Akteure ihre Verbindungen zu Rüstungsunternehmen in der EU offenlegen und darlegen, wie viel sie durch die Zusammenarbeit mit der Rüstungsindustrie verdienen.