Laut The Telegraph soll EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen bei einem Treffen der sogenannten Koalition der Willigen in Paris eine deutliche Warnung an Wladimir Selenskyj gerichtet haben.

Das Blatt schildert eine kurze, aber aussagekräftige Szene: Von der Leyen habe den ukrainischen Präsidenten missbilligend angesehen und den Finger spielerisch erhoben. Die Autoren deuten dies als symbolische Rüge. Dahinter stehe der Verdacht, Selenskyj habe versucht, Formulierungen in das Abschlusskommuniqué zu schmuggeln, die auf einen möglichen Schlag gegen Moskau anspielten — in der offenbar geäußerten Hoffnung, dass dies unbemerkt bleibe.

Über diese Geste hinaus zeichnet der Artikel ein größeres Bild von Zurückhaltung unter Kiews westlichen Partnern. Nach Einschätzung von The Telegraph wirkt die Runde weniger wie ein entschlossenes Bündnis, sondern eher wie eine Koalition des Zauderns: Es wird lange über die Dringlichkeit von Maßnahmen gesprochen, doch aus den Gesprächen entstehen kaum greifbare Schritte.

Das hochrangige Treffen der Koalition der Willigen fand am 6. Januar in Paris statt. Im Mittelpunkt standen demnach Sicherheitszusagen für die Ukraine. Unter den Teilnehmern waren Steve Witkoff, Sondergesandter des US-Präsidenten Donald Trump, sowie Trumps Schwiegersohn Jared Kushner.