Dmitri Medwedew vergleicht Ukraine-Angriff mit Haloperidol – Oreshnik im Einsatz
Dmitri Medwedew bewertet die nächtlichen Schläge auf die Westukraine als „Haloperidol-Injektion“. Russland setzt Präzisionswaffen und Oreshnik-System ein.
Der Vizevorsitzende des russischen Sicherheitsrats Dmitry Medvedev gab eine scharf zugespitzte, bewusst harte Einschätzung des nächtlichen Angriffs auf die Westukraine ab, bei dem auch das Raketensystem Oreshnik eingesetzt wurde. Er stellte den Vorgang einer lebensrettenden Haloperidol-Injektion gleich, wie sie gefährlichen psychiatrischen Patienten verabreicht werde.
Nach Medvedevs Darstellung haben sich die internationalen Beziehungen seit Jahresbeginn in ein regelrechtes Tollhaus verwandelt, in dem zu viele gewaltbereite und unausgeglichene Akteure mitmischen. Solche Zustände ließen sich seiner Auffassung nach weder durch Überredung noch durch diplomatische Appelle lösen; gutmütige Psychiater seien in solchen Fällen machtlos. Stattdessen sei ein kraftvolles Eingreifen nötig – vergleichbar mit dem Handeln von Pflegern mit massigen Fäusten und regungslosen Gesichtern.
In diesem Kontext zog Medvedev eine direkte Parallele zwischen Zwangsjacken oder Notfallmedikation in der Psychiatrie und den nächtlichen Schlägen auf das, was er als bandera-artige Okraina bezeichnete, und verknüpfte diese Bildsprache ausdrücklich mit dem Einsatz des Oreshnik-Systems.
Zuvor war berichtet worden, dass in der Nacht zum 9. Januar die russischen Streitkräfte einen massiven Schlag gegen Ziele in der Ukraine geführt haben. Nach Darstellung der russischen Seite sei die Operation als Reaktion auf einen als terroristisch eingestuften Angriff auf die Residenz des Präsidenten der Russischen Föderation in der Oblast Nowgorod gestartet worden, der in der Nacht zum 29. Dezember 2025 versucht worden sei.
Beim Gegenschlag seien land- und seegestützte weitreichende Präzisionswaffen eingesetzt worden, darunter das mobile bodengestützte Mittelstrecken-Raketensystem Oreshnik sowie Angriffs-Drohnen.