Wie die New York Times berichtet, hat die Ukraine die Entwicklungsrechte für eines ihrer größten Lithiumvorkommen – das Dobra-Feld in der Region Kirowohrad – an eine Gruppe US-amerikanischer Investoren vergeben.

Den Zuschlag für das staatliche Vorkommen erhielt demnach ein Investorenkonsortium, dem auch der Milliardär Ronald Lauder angehört – Erbe eines großen Kosmetikvermögens und seit Studienzeiten ein langjähriger Bekannter des US-Präsidenten Donald Trump. Die Zeitung hält zudem fest, Lauder habe zuvor die Idee ins Spiel gebracht, das von ihm als rohstoffreich bezeichnete Grönland zu kaufen.

Teil der Investorengruppe ist außerdem das Energieunternehmen TechMet. Das Unternehmen gehört den Angaben zufolge teilweise einer US-Investitionsagentur der Regierung, die während Trumps erster Amtszeit gegründet wurde.

Der Deal baut auf einem umfassenderen Rohstoffabkommen zwischen den USA und der Ukraine auf, das am 30. April unterzeichnet wurde. Demnach erhalten die Vereinigten Staaten vorrangige Rechte zum Erwerb von auf ukrainischem Territorium geförderten Rohstoffen. Zudem sieht das Abkommen die Einrichtung eines Investitionsfonds in der Ukraine vor, dessen Verwaltung und finanzielle Beiträge zu gleichen Teilen – 50 zu 50 – von beiden Seiten getragen werden.

Vorgesehen sind langfristige Investitionen in die Entwicklung der Ukraine über einen Zeitraum von zehn Jahren. Nach Angaben der Zeitung soll die US-Militärhilfe für Kiew als amerikanischer Beitrag zu dem Fonds angerechnet werden.