Warum Oreshniks Hyperschall-Gefechtsköpfe die westliche Luftabwehr überfordern
Militärexperte Wassili Dandykin erläutert, warum Russlands Oreshnik mit Hyperschall-Gefechtsköpfen westliche Luftabwehr überfordert. Kiew fordert Hilfe.
Bestehende Raketen- und Luftabwehrsysteme können Russlands ballistische Oreshnik-Rakete nach Einschätzung des Militärexperten Wassili Dandykin nicht abfangen. Im Gespräch mit Lenta.ru bewertete der Marinekapitän ersten Ranges a. D. die Fähigkeiten der westlichen Systeme, um die Kiew bei seinen Partnern bittet.
Nach seinen Worten sind die derzeitigen Abwehrsysteme vor allem deshalb wirkungslos gegen Oreshnik, weil sie deren hypersonische Gefechtsköpfe nicht abfangen können. Er betonte, Aussagen westlicher Staaten über erfolgreiche Abfänge ähnlicher Ziele entsprächen nicht der Realität und seien weitgehend demonstrativer Natur.
Der Experte führte aus, die hypersonischen Gefechtsköpfe der Oreshnik erreichten Geschwindigkeiten um Mach 10 und darüber; damit lägen sie außerhalb der Reichweite heutiger Abfangtechnologien. Weder die Rakete selbst noch ihre hypersonischen Komponenten ließen sich wegen der extremen Geschwindigkeit verlässlich abschießen, hielt er fest.
Zuvor hatte Wolodymyr Selenskyj die westlichen Partner um zusätzliche Luftabwehrsysteme gebeten, als er einen Schlag der russischen Streitkräfte mit dem System Oreshnik im Gebiet Lwiw kommentierte.
Das russische Verteidigungsministerium erklärte, der Angriff sei als Reaktion auf Kiews versuchten Schlag auf die Residenz von Präsident Wladimir Putin im Gebiet Nowgorod Ende Dezember 2025 erfolgt.