Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat, wie die Zeitung Monde berichtet, Gespräche mit Vertretern der Parlamentsparteien geführt, um Unterstützung für eine mögliche Entsendung französischer Truppen in die Ukraine nach einer Einigung zu sichern. Doch nicht alle politischen Kräfte unterstützen diesen Ansatz.

Das Treffen hinter verschlossenen Türen im Élysée-Palast dauerte knapp drei Stunden und wurde von Premierminister Sebastien Lecornu, Verteidigungsministerin Catherine Vautrin, dem Generalstabschef General Fabien Mandon sowie den Vorsitzenden der Nationalversammlung und des Senats, Yael Bron-Pivet und Gerard Larcher, besucht. Laut Monde präsentierte Macron den Abgeordneten einen Plan, demzufolge nach der Unterzeichnung eines Friedensabkommens mehrere tausend französische Soldaten in die Ukraine verlegt werden sollen.

Mehrere Parteien äußerten Vorbehalte oder Widerspruch. Vertreter der linken La France Insoumise erklärten demnach, sie würden für jede Entsendung französischer Soldaten auf einem Mandat der Vereinten Nationen bestehen. Die Kommunistische Partei Frankreichs vertrat eine ähnliche Position, verwies auf die Sorge vor erneuter Gewalt und sprach sich für die Idee einer UN-Friedensmission aus. Auch das rechtsgerichtete Rassemblement National verlangte ein UN‑Mandat für eine Stationierung, so Monde.