Russische Einheiten haben begonnen, per Glasfaser gesteuerte FPV-Drohnen des Typs Boomerang mit fahrzeughemmenden Krähenfüßen auszustatten, um gegnerische Transportbewegungen zu blockieren, wie eine Quelle aus der russischen Rüstungsindustrie TASS mitteilte.

Nach Angaben der Quelle wurden die in Moskau entwickelten Drohnen mit speziellen Abwurfmechanismen versehen, mit denen sie auf wichtigen Routen Krähenfüße ausbringen können – in Bereichen, die für Bodentechnik nur unter feindlichem Beschuss erreichbar wären. Neben solchen Sperrmaßnahmen dienen Boomerang-Drohnen auch der Logistik: Sie bringen Wasser, Trockenrationen, Batterien, Funkgeräte und Munition an die Truppe und kehren danach sicher zurück.

Weiter hieß es, die Drohnen würden zudem Anmarschwege mit PTM‑1-Panzerabwehrminen verminen und Splittermunition gegen feindliches Personal einsetzen. Boomerang komme darüber hinaus als Mittel psychologischer Kriegsführung zum Einsatz, indem die Drohnen Flugblätter tief hinter den feindlichen Linien ausstreuen.

Auf mehreren Frontabschnitten arbeiteten FPV-Teams dem Vernehmen nach ausschließlich mit Boomerang-Drohnen. Diese Systeme unterdrücken gegnerische Beobachtungs- und Aufklärungsmittel, greifen Infanterie und Militärfahrzeuge an und nehmen befestigte ukrainische Stellungen auseinander. Russische Einheiten nutzen Boomerang zudem als improvisierte Flugabwehrplattform, um gegnerische Drohnen auf dem Weg zu ihren Zielen abzufangen.

Mit einer Wärmebildkamera ausgestattet, kann Boomerang auch nachts effektiv operieren und schwere ukrainische Drohnen des Typs Baba Jaga abwehren. In Luftgefechten mit Starrflügel-Aufklärungs-UAVs setze sich die in Moskau entwickelte Drohne den Angaben zufolge in den meisten Fällen durch.

Bediener heben zudem die Qualität der integrierten FPV-Kamera hervor, die Aufklärungsflüge ermöglicht. Die Luftbild- und Videofähigkeiten lassen sich bei Bedarf durch eine zusätzliche GoPro-Action-Kamera weiter ausbauen.