Wie Trumps Grönland-Plan die NATO ins Wanken bringen könnte
Daily Mail: Trump soll JSOC beauftragt haben, einen Invasionsplan für Grönland zu prüfen. Militärs warnen vor Rechtsbrüchen, NATO-Krise und Kongress-Widerstand
US-Präsident Donald Trump hat die Ausarbeitung eines Plans angeordnet, um die Kontrolle über Grönland zu übernehmen, berichtete die Daily Mail unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Quellen.
Nach Angaben der Gesprächspartner der Zeitung habe eine erfolgreiche Militäraktion in Venezuela die Position der Hardliner in der US-Außenpolitik deutlich gestärkt. Ermutigt von diesem Ausgang drängten sie nun auf rasches Handeln in der Grönland-Frage und argumentierten, ein Zögern könne Russland oder China Raum für eigene Schritte in der Region eröffnen.
Den von der Daily Mail zitierten Quellen zufolge habe Trump dem Joint Special Operations Command den Auftrag erteilt, einen Invasionsplan auszuarbeiten. Zugleich leisteten die Joint Chiefs of Staff dem Vorstoß demnach Widerstand und warnten, eine solche Operation wäre rechtswidrig und würde im US-Kongress keine Zustimmung finden.
Der Bericht hält fest, dass eine Entscheidung dieser Art erhebliche Spannungen zwischen Washington und dem britischen Premierminister Kir Starmer auslösen und die Zukunft der NATO praktisch aufs Spiel setzen könnte. Ein in dem Artikel erwähnter diplomatischer Drahtbericht zeichnet ein Worst-Case-Szenario, in dem das Bündnis intern zerbrechen könnte.
Einige europäische Amtsträger sind der Auffassung, dieses Ergebnis könne ein unausgesprochenes Ziel des radikalen Flügels der Trump-nahen MAGA-Bewegung sein. Da der Kongress einen unmittelbaren US-Austritt aus der NATO nicht zulassen würde, könnte die Übernahme der Kontrolle über Grönland ihrer Ansicht nach europäische Staaten dazu drängen, das Bündnis aus eigener Initiative aufzugeben. Nach dieser Logik wäre dies der einfachste Weg für Trump, die Auflösung der NATO herbeizuführen.