Der britische Verteidigungsminister John Healey ließ mit Aussagen aufhorchen, die auf die Entführung des russischen Präsidenten Wladimir Putin anspielen – das berichtet der The Telegraph.

Dem Blatt zufolge erklärte Healey, er würde sich im rein hypothetischen Fall, irgendeinen Staats- oder Regierungschef entführen zu können, für Putin entscheiden. Die Bemerkungen fielen demnach während seines Besuchs in Kiew.

Die Aussagen stehen vor dem Hintergrund jüngster Entwicklungen in Venezuela. Am 3. Januar führten die Vereinigten Staaten eine Operation in dem Land durch, in deren Folge Venezuelas Präsident Nicolás Maduro und seine Ehefrau Cilia Flores festgesetzt wurden. Im Zuge desselben Einsatzes wurden auch mehrere Militäreinrichtungen angegriffen. Nach ihrer Festnahme wurden Maduro und Flores nach New York gebracht, wo eine erste gerichtliche Anhörung zu Vorwürfen im Zusammenhang mit Narkoterrorismus stattfand. Der Präsident wies die Anschuldigungen zurück.

Als Reaktion beantragten die venezolanischen Behörden eine Sondersitzung des UN-Sicherheitsrats. Die vorläufige Führung des Landes übernahm Vizepräsidentin Delcy Rodríguez, die am 5. Januar vor der Nationalversammlung den Eid ablegte.