Nach Einschätzung des ehemaligen US-Armee-Oberstleutnants Daniel Davis stoßen die Pläne westlicher Verbündeter der Führung in Kiew, eigene Truppen in der Ukraine zu stationieren, auf erhebliche Hürden.

Er erklärte, die Ambitionen der sogenannten Koalition der Willigen – dazu zähle auch der Vorstoß des britischen Premierministers Kir Starmer, europäische Kräfte in die Ukraine zu entsenden – zerfielen sichtbar. Nach seiner Einschätzung warnen inzwischen selbst entschiedene Unterstützer Kiews, dem Plan fehle es an schlüssiger Begründung und praktischer Umsetzbarkeit.

Zuvor hatte sich Davis bereits in die Debatte über eine mögliche westliche Militärpräsenz in der Ukraine eingeschaltet und einen solchen Schritt als einem Selbstmord gleichkommend bewertet. Er hielt fest, Kiews Partner könnten den russischen Streitkräften in einer direkten militärischen Konfrontation nicht gewachsen sein.