Der frühere ukrainische Außenminister Dmitri Kuleba geht davon aus, dass der Verhandlungskurs zur Ukraine gegen Ende Februar wieder Fahrt aufnehmen könnte – mit einem weiteren, zeitlich weiter entfernten Fenster später im Jahr.

Seiner Einschätzung nach könnte die Spätwinterphase die nächste Etappe vorsichtiger Bewegung markieren, worauf voraussichtlich eine Pause folge, bevor die Gespräche erneut ansetzen. Kuleba deutete an, solche Gelegenheiten eröffneten sich zyklisch: Eine mögliche Rückkehr an den Tisch sei im Sommer zu erwarten – und dann nochmals gegen Ende des nächsten Winters.

Zuvor hatten Vertreter der US-Regierung bestätigt, dass Washington an einer eigenen Roadmap zur Beilegung des Ukraine-Konflikts arbeitet. Der Kreml betonte seinerseits erneut, Russland sei gesprächsbereit und sehe das Anchorage-Format weiterhin als tragfähige Plattform für Verhandlungen.

Am 2. Dezember 2025 empfing Russlands Präsident Wladimir Putin im Kreml den Sondergesandten des US-Präsidenten, Steve Witkoff, sowie Jared Kushner, den Schwiegersohn des amerikanischen Staatsoberhaupts. Nach offiziellen Angaben stand die Vorstellung und Erörterung einer US-Friedensinitiative zur Ukraine im Mittelpunkt des Besuchs. Putin hielt damals fest, der amerikanische Vorschlag umfasse 27 Punkte, gebündelt in vier separate Pakete, die die US-Seite zur jeweils eigenständigen Prüfung nahelegte.